Laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, der kürzlich auf dem
internationalen Gipfel zu Chinas Seidenstraße teilnahm, verlief dieser
erfolgreich. Dabei suchte er nach Wegen, an dem von China hege-monierten
Projekt teilzunehmen. Und das in einer Zeit, in der die deutsche
Wirtschaft von der chinesischen geschluckt zu werden droht! Oberste
Priorität muss daher die nachhaltige Stärkung der eigenen Wirtschaft
sein. Sonst begeben wir uns in chinesische Hand.

Peter Altmaiers Konzept zur eigenen Wirtschaft ist aber einseitig
und mangelhaft. In seinem berechtigten Wunsch nach deutschen und
europäischen Champions vergisst er beinahe den Mittelstand, von
Start-Ups ganz zu schweigen. Vielmehr möchte er durch staatliche
Intervention große Konzerne und ganze Teile von Wertschöpfungsketten
aufbauen! Doch nur Unternehmen, die auf eigenes Betreiben groß werden,
können langfristig wettbewerbsfähig bleiben und für solide Wertschöpfung
sorgen. Die Investition in die Produktentwicklung von Start-Ups, dass
diese Fuß fassen, und der Transfer von Hochschulforschung an
insbesondere Mittelständler sind notwendige Schritte zum Erhalt von
Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Schließlich
sorgt erst das Zusammenspiel von großen und mittelständischen
Unternehmen sowie Start-Ups für gleichzeitige globale Potenz und
regionalen Wohlstand gepaart mit stetigen technischen Neuerungen.
Insofern ist Peter Altmaiers Vorschlag keine wirksame Antwort auf Chinas
expansive und subventionierte Wirtschaftspolitik. In Einklang mit der
Kritik aus der Wirtschaft werden die Freien Demokraten dem Bundestag
demnächst einen Gegenvorschlag unterbreiten.